Archive for the ‘Designlexikon’ Category

Relaunch / Designrelaunch / Markenrelaunch

Thursday, November 11th, 2010

Unter einem Relaunch versteht man grundsätzlich die Überarbeitung eines bestehenden Produkts oder einer bestehenden Marke.
Mit den Jahren verändern sich die Sehgewohnheiten der Konsumenten. Nach einigen Jahren wird eine visuelle Erscheinung als “unmodern” empfunden. Gerade im Vergleich mit direkten Wettbewerbern kann dies zu einem echten Wettbewerbsnachteil werden. Dann wird es höchste Zeit, dass ein Produkt, eine Produktrange oder eine ganze Marke einer Modernisierungsmaßnahme unterzogen werden muss.

Bei der Überarbeitung sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen:
Wie erfolgreich ist das Produkt / die Marke aktuell im Markt? Je mehr loyale Verwender es gibt, desto wichtiger ist für diese die Wiedererkennbarkeit nach erfolgter Modernisierung. Bei erfolgreichen Marken / Produkten ist Vorsicht geboten. Ein zu großer Designschritt führt immer zu Verunsicherung. Eine behutsame und sensible Pflegemaßnahme ist erforderlich, um den Erfolg zu sichern und Wettbewerber weiterhin fern zu halten. Wenn es aktuell hingegen nur wenig “Erfolg zu verwalten” gibt, sollte dieser Umstand Grund genug für einen mutigen Schritt sein – nach dem Motto: schlimmer kann es ja nicht werden. In jedem Fall ist es ist sinnvoll, zunächst das zu relaunchende Design zu analysieren und sowohl die wichtigen als auch die veränderbaren Bestandteile zu definieren.

(more…)

Haptik

Tuesday, November 2nd, 2010

Haptik bezeichnet die “Greifbarkeit” eines Produktes. Speziell im Industriedesign, bei der dreidimensionalen Gestaltung – z.B. einer Duschgelflasche- ein entscheidender Faktor, der über die Akzeptanz eines Produktes entscheiden kann. Rutscht die Duschgelflasche bei der Benutzung z.B. aus der Hand, ist ein Nachkauf dieser Marke eher unwahrscheinlich. Eine Bewertung der haptischen Qualitäten eines Entwurfs ist deshalb bei der Entwicklung von Produkten und Verpackungen ein wesentlicher Punkt.

Individualglasflasche (Bier)

Tuesday, October 12th, 2010

Bis ca. 1989 wurde Bier hauptsächlich in der sogenannten Euro 2 Flasche abgefüllt. Dann haben fast alle Brauereien die NRW (steht für Nordrhein Westfalen) Flasche (auch Vichy Flasche) als Standard eingeführt. Ab Ende der 90er Jahre wurde die NRW Flasche dann zunehmend durch die moderner wirkende Longneckflasche ersetzt und ab ca. 2005 haben deutsche Brauereien dann verstärkt angefangen eigene, individuell gestaltete Flaschenformen für ihre Produkte zu entwickeln. Ein klarer Benefit dieser markenoptimierten Verpackungen ist die bessere Wahrnehmung durch den Verwender am POS, ein Nachteil sind die erhöhten Logistikkosten mit dem Leergut.

Zweitplazierung

Tuesday, October 5th, 2010

Eine Zweitplazierung bezeichnet eine zusätzliche Verkaufspläche neben der Standardregalfläche für ein Produkt. Diese Art der Warenpräsentation dient meist dazu Impulskäufe in stark requentierten Bereichen eines Geschäfts zu initiieren.

POS, Point of Sale

Tuesday, October 5th, 2010

Verkaufspunkt für eine Ware. Der Begriff kann vielfältig interpretiert werden. Im Falle von Verpackungsdesign für Food, Getränke oder Cosmetics bezeichnet er feste Stammregale von Waren oder sogenannte Zweitplazierungen. Entscheidungen für die Wahl einer bestimmten Marke oder eines bestimmten Produkts werden innerhalb von Sekunden am POS getroffen.

Stapelbild

Tuesday, October 5th, 2010

Gesamtbild, das entsteht, wenn man am POS mehrere Einzelverpackungen aufeinander stapelt. Bei bestimmten Verpackungen ist dieser Aspekt bei der Gestaltung der Einzelverpackung von entscheidender Bedeutung.

Pull-Off Flaschenverschlüsse

Tuesday, September 7th, 2010

Flaschenverschlüsse mit einer kleinen Öse zum aufziehen, die häufig an sogenannten “Designflaschen” verwendet werden.

Shelf Impact

Tuesday, September 7th, 2010

Bezeichnet den Aufmerksamkeitsgrad einer Verpackung im Regal, im Verhältnis zum Wettbewerbsumfeld.