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Selektive Kosmetik wird ausschließlich über die Fachabteilungen der Warenhäuser sowie Parfümerien vertrieben. 

In diesem Bereich gibt es sowohl Pflegeprodukte als auch Düfte. Im Gegensatz dazu muss das Verpackungsdesign von Kosmetik, welches in Drogerien und dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) erhältlich ist, besondere Ansprüche erfüllen. Hier sollen sich die Produkte mangels persönlicher Beratung „von selbst aus dem Regal verkaufen“. Grundsätzlich ist das „Kosmetik-Verpackungsdesign“ deshalb ein sehr wichtiger Faktor für Kaufentscheidungen.

Die Bedeutung ist allerdings je nach Kategorie unterschiedlich. Während man im Bereich der täglichen Gesichts- und Körperpflege (Face Care, Body Care und Deo) von recht hoher Kundentreue und Markenloyalität ausgeht, gibt es zum Beispiel im Bereich der Bäder und Duschen (Bath Care) einen extrem hohen Anteil sogenannter Impulskäufe. Die konkrete Kaufplanung sieht also sehr häufig nicht den Kauf einer speziellen Marke oder gar Sorte vor. In dieser Kategorie wird die Entscheidung zu etwa 70 Prozent kurzfristig und impulsiv am Point of Sale (POS) getroffen. Dementsprechend hoch ist der Anteil, den das kosmetische Verpackungsdesign an der Kaufentscheidung hat.

Im Gegensatz zum Verpackungsdesign im Lebensmittelbereich ist das Verpackungsdesign Kosmetik stark von ästhetischen Werten wie „Beauty“ und „Lifestyle“ geprägt. Diese visuellen Codes sind eng mit der Markenidentität und -bekanntheit verknüpft – je etablierter eine Marke, desto stärker ihr Einfluss auf das Packaging Design. Gleichzeitig unterliegt das Verpackungsdesign Kosmetik dynamischen Trends, die sich ständig wandeln. Dadurch verkürzt sich die visuelle Lebensdauer vieler Produkte – Designs müssen regelmäßig angepasst werden, um modern und relevant zu bleiben.

Das Verpackungsdesign Kosmetik muss sich stetig an neue Markttrends und Veränderungen im Wettbewerbsumfeld anpassen. Am Point of Sale (POS), wo Produkte direkt nebeneinander platziert sind, entscheidet oft das Packaging Design über den Kauf. Ein veraltetes Design wirkt schnell uninteressant – besonders im direkten Vergleich mit trendigen Wettbewerbern. Professionelles Kosmetik Packaging Design erkennt solche Schwächen frühzeitig und reagiert gezielt darauf. Durch die Analyse kategoriespezifischer und kategorieübergreifender Designtrends werden wichtige Erkenntnisse für das Briefing gewonnen. Diese fließen direkt in zentrale Gestaltungsziele wie Markenidentität, Wiedererkennbarkeit, Kategorie-Sehgewohnheiten und emotionale Markenwerte ein.

Bei vielen erfolgreichen Marken hat sich die Produktanzahl in den vergangenen Jahren stark erhöht. Zunächst wurden Sortimente durch neue Sorten oder Innovationen ergänzt – sogenannte Line Extensions. Nachdem diese sich am Markt etabliert hatten, wurde durch Marktforschung evaluiert, in welche Bereiche oder Kategorien die Marken glaubwürdig hineinwachsen können. Ein derart vergrößertes Sortiment muss für den Verbraucher verständlich gegliedert („geclustert“) werden. Auch diese Aufgabe übernimmt ein gutes und durchdachtes Kosmetik Verpackungsdesign. Es stellt eine Mischung zwischen Blockbildung einerseits und Segmentierung andererseits dar: Im Verpackungsdesign sind sowohl Zonen für markenübergreifende Elemente als auch für segment- oder produktspezifische Codes (farbcodierende Bezeichnungen oder auch Visuals) angelegt.  

Unsere Referenzen

Wir durften bereits zahlreiche Markenrelaunches, Line-Extensions und Innovationsprojekte für führende Getränkehersteller begleiten – von Bier über Mineralwasser bis hin zu Spirituosen. Nach der sogenannten Mix-Welle – dem Boom gemixter Getränke wie Bier-Mix oder Ready-to-Drink-Cocktails – und einer Phase der Marktsättigung bringt der Eintritt vieler junger Marken frischen Wind in den Biermarkt. Im Bereich Mineralwasser und Softdrinks prägt der anhaltende Functional Trend – also die Entwicklung funktionaler Getränke mit Mehrwert, etwa mit Vitaminen, Elektrolyten oder pflanzlichen Inhaltsstoffen – die Gestaltung und Positionierung neuer Produkte. Auch der Markt für Spirituosen wird zunehmend entstaubt: Craft-Einflüsse – handwerklich inspirierte Markenstrategien mit Fokus auf Authentizität, Qualität und individuelles Design – setzen neue visuelle Akzente und sprechen eine designaffine Zielgruppe an. Diese Trends spiegeln sich direkt im Verpackungsdesign für Getränke wider – durch innovative Formen, auffällige Etiketten und eine starke Markenidentität.

Dieses Verständnis für Markenentwicklung und Designqualität wird auch von unseren Kund:innen geschätzt und bestätigt.

„Ich habe das Team JUSTBLUE als sehr erfrischend und lebendig in ihrer Kreativität empfunden, sehr genau und konsequent in der Arbeitsweise erlebt und überzeugend und fundiert in der Präsentation. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, auf hohem Design-Niveau und dennoch so angenehm und verständig miteinander zu arbeiten, was letztlich den Erfolg von Projekten ausmacht.“
Nadine Paschke
Leiterin Brand Development, Schwarze und Schlichte Markenvertrieb

Getränke erfolgreich verpackt: Warum das Flaschendesign zählt

Das Verpackungsdesign von Getränken muss eine Vielzahl spezifischer Anforderungen erfüllen. Neben funktionalen Aspekten steht vor allem das Flaschendesign im Mittelpunkt, das die Markenwerte und das Produktkonzept klar und überzeugend kommunizieren soll. Eine hohe Wiedererkennbarkeit, die Orientierung an kategoriespezifischen Sehgewohnheiten sowie die gezielte Integration aktueller Designtrends sind entscheidend, um im hart umkämpften Getränkemarkt sichtbar zu bleiben. Gleichzeitig spielt auch die behutsame Modernisierung bestehender Verpackungslinien eine wichtige Rolle – ohne die Wiedererkennbarkeit der Marke zu gefährden.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor im Verpackungsdesign für Getränke und Lebensmittel ist die Maximierung des sogenannten Appetite Appeals – also der visuelle Reiz, der den Appetit anregt und das Produkt begehrenswert macht. Dieser Effekt spielt besonders bei geschlossenen Produkten wie Getränkeflaschen eine zentrale Rolle. Anders als bei Kosmetikprodukten wie Duschgels, bei denen Riechproben am Point of Sale möglich sind, kann der Konsument das Geschmacksversprechen eines Getränks nicht direkt prüfen. Er muss sich auf das Etikettendesign und die visuelle Anmutung der Flasche verlassen. Je überzeugender, hochwertiger und emotionaler das Design kommuniziert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, die Kaufentscheidung am Regal positiv zu beeinflussen. Ein sehr gutes Beispiel für ein gelungenes und erfolgreiches 3D-Flaschendesign ist unsere Flasche für Fürst Bismarck: die von uns entworfene individual-Flasche – ein einzigartiges Glasflaschen-Design mit Facettenschliffoptik.

Neue Individual-Glasflasche von JUSTBLUE: Hochwertiger Handels-Auftritt wie in der Gastronomie legte den Grundstein für eine nachvollziehbare Preiserhöhung.

Blockbildung beim Flaschendesign: Gemeinsam stark am POS

Der Großteil aller Getränke wird heute direkt am Point of Sale (POS) – also in Getränkefachmärkten und großen Supermärkten – verkauft. Um dort aus der Masse hervorzustechen, spielt die sogenannte Blockbildung eine entscheidende Rolle im Verpackungsdesign für Getränke. Unter Blockbildung versteht man die visuelle Zusammenführung aller Sorten einer Marke durch ein einheitliches und konsistentes Flaschendesign, das wie eine „Uniform“ wirkt. Diese gestalterische Einheit stärkt die Markenwahrnehmung am Regal, sorgt für Wiedererkennbarkeit und erhöht die Abwehrkraft gegenüber Wettbewerbern. Darüber hinaus muss modernes Getränkeverpackungsdesign flexibel genug sein, um verschiedenste Packungsformate zu berücksichtigen: von Sixpack Sleeves und Mehrwegverpackungen wie Bottle Bridge, Logipack oder Truckloader, bis hin zu immer beliebter werdenden kleineren Gebinden. Auch klassische Getränkekästen passen sich dem Trend an und erscheinen zunehmend als Sechser-, Neuner- oder Elfer-Träger – ideal für Single-Haushalte, To-go-Konsum oder Limited Editions.

Konsistentes Rangedesign für Blanchet von JUSTBLUE

Etikettendesign und Materialwahl: Der erste Eindruck zählt

Bierflaschendesign: Die Fassform als Idee

Unser „4er Bottlemaster“ stützt das Konzept von Bitburger 1817 sehr authentisch: Stark vom klassischen 6er differenzierend und wertig anmutend, unterstreicht schon die reduzierte Flaschenanzahl die besondere Positionierung der Edition – führt jedoch gleichzeitig das Designkonzept „Fassform“ konsequent fort.

Flaschendesign für Hella – von Grund auf frisch!

Hella ist eine etablierte Mineralwassermarke, die wir seit vielen Jahren im Bereich Getränkeverpackungsdesign betreuen. Unter dem großzügig angelegten Markendach vereint Hella nicht nur klassisches Mineralwasser, sondern auch Produktkategorien wie Near Water (aromatisiertes Wasser), Limonaden, Fruchtsäfte, Schorlen, Energy Drinks und Limited Editions. Trotz der Vielfalt bleibt das visuelle Erscheinungsbild konsistent – jede Kategorie erhält jedoch genügend Raum zur individuellen Entfaltung im Flaschendesign. Besonderes Augenmerk legen wir auf gestalterische Attribute wie Frische und Appetite Appeal – also die visuelle Attraktivität, die Lust auf das Produkt macht. Gerade in den Segmenten Mineralwasser und Fruchtsäfte ist dieser emotionale Zugang essenziell, um am Point of Sale Aufmerksamkeit zu erzeugen und die Kaufentscheidung positiv zu beeinflussen.

Die langjährige Partnerschaft mit hella ist geprägt von gegenseitigem Vertrauen, Kreativität und Freude an gemeinsamer Weiterentwicklung.

„JUSTBLUE ist ein super engagiertes Team, das Impulse kreativ umsetzt, strategischer Sparringspartner ist und unsere Gedanken weiterentwickelt! Das Team fühlt sich mit jeder Anmerkung positiv herausgefordert, ist flexibel, hochmotiviert und ergebnisorientiert. Mit diesem Team zusammenzuarbeiten macht einfach Spaß, bereichert die Marke und begeistert uns als Kunden!“
Nicole Freudenberger
Marketing Leiterin, Hansa Mineralbrunnen

Hella: Eine starke Designidee, die sich trennscharf und konzeptadäquat in verschiedenste Subkategorien interpretieren lässt – ohne ihren Ursprung zu verlieren

Innovative Packaging Ideen in einem eher konservativen Segment

Mit der innovativen Bierkiste für Beck’s begann 1998 für JUSTBLUE eine Kundenbeziehung, die bis heute andauert: Wir kreierten nicht weniger als die neue Benchmark in diesem Bereich – und gestalteten bis heute über 30 Getränkekisten.

Flaschendesign für Hochprozentiges

Im Bereich Spirituosenverpackung gestalten wir sowohl die individuelle 3D-Flaschenform als auch die hochwertige Flaschenausstattung, bestehend aus Etikettendesign, Materialwahl und Veredelungstechniken. Da Spirituosenprodukte in der Regel einen höheren Verkaufspreis erzielen als beispielsweise Bier oder Mineralwasser, erlaubt das Budget den Einsatz von besonders edlen Materialien, aufwändigen Druckverfahren und exklusiven Oberflächenveredelungen. Dies eröffnet im Flaschendesign für Spirituosen weitreichende kreative Möglichkeiten – von der charakterstarken Formgebung bis hin zur luxuriösen Markeninszenierung, die sowohl im Regal als auch in der Bar überzeugt.

Last, but not least: Gastronomieausstattungen

Abgerundet wird unser Portfolio im Bereich Getränke- und Flaschendesign durch den Entwurf von Gastronomieausstattungen. Unsere Arbeit hier beginnt bei kleineren Produkten wie Bierdeckeln oder Tropfdeckchen, geht über Tabletts, Sonnenschirme, Außenbeleuchtung und endet bei einem Ausschankwagen oder der Beschriftung eines Lkws.

Nachdem Sehgewohnheiten bei Food Packaging Designs fast jahrzehntelang wie einzementiert schienen, hat sich in den letzten Jahren der Sustainability-Mega-Trend konzeptionell und visuell in Form von Natürlichkeit / Handmade niedergeschlagen. Diese Bewegung ist so stark und eindeutig, dass nun parallel das Thema Markenuniqueness wieder stärker berücksichtigt wird.

Unser Design für VANTASTIC FOODS ist ein gutes Beispiel dafür: Viel besetzbare Uniqueness, Modernität und gleichzeitig Beachtung der Kategorie-Sehgewohnheiten

Appetite Appeal: Der wichtigste Faktor im Food Verpackungsdesign

In keinem anderen Bereich haben kategoriespezifische Sehgewohnheiten einen derart starken Anteil an der Gesamtgestaltung wie im Food Packaging Design. Die Wurzeln dieser Entwicklung liegen in der seit Jahren wachsenden Erkenntnis, dass der sogenannte Appetite Appeal einen besonders starken Einfluss auf die Kaufentscheidung hat. Die Produkte der verschiedenen Wettbewerber verfügen nur selten über einen für den Konsumenten relevanten und nachvollziehbaren Produktvorteil. 

Der Wettbewerb der verschiedenen Marken – und zunehmend auch der Handelsmarken – konzentriert sich also häufig auf die Abbildung der anregendsten und verführerischsten Gerichte oder Nahrungsmittel im Lebensmitteldesign. Eine Spezialaufgabe für Designer, Stylisten, Fotografen, Bildbearbeiter und Lithografen ist, das Verpackungsdesign für Lebensmittel für den Konsumenten so attraktiv wie möglich zu gestalten.

Unser Packaging für RUF Happy Cakes: Perfekte Verführung durch maximalen Appetite-Appeal

Markeninszenierung im Lebensmittelverpackungsdesign

Neben der perfekten Produktabbildung, mit einem hohen Appetite Appeal im Bereich Packaging Design Food, ist die Inszenierung der Marke entscheidend. Je vergleichbarer das reine Produktangebot, desto wichtiger der Teil des Food Verpackungsdesigns, bei dem es um die Marke geht. Die effizienteste Wirkung hat ein klares, aber uniques – also unverwechselbares – Markenlogo, zusätzlich ist eine störungsfreie und impactstarke Exekution im Verpackungsdesign für Lebensmittel entscheidend für die Strahlkraft eines Logos. Andernfalls wird es im Kontext zu geringfügig wahrgenommen und kann die assoziierten Markenwerte nicht kommunizieren. 

Der angestrebte Link von der klassischen Werbung zum Point of Sale (POS) gelänge nicht. Für die Aufladung einer Marke mit Assoziationen und Werten ist die klassische Werbung das geeignete Marketinginstrument. Das Food Packaging Design sollte diese Werte dann allerdings fortführen und nicht konterkarieren. Durch gekürzte Budgets für klassische Kommunikation haben viele Marken in den vergangenen Jahren an Kraft verloren und funktionieren nicht mehr als (alleiniges) Entscheidungskriterium.

Neues RUF Markendesign von JUSTBLUE: Perfekte Grundlage für sämtliche Social Media Aktivitäten von RUF.

Starke Designideen sorgen für Differenzierung im Regal

Einflüsse aus Großbritannien im Food Packaging

Ob im Kühlregal, im Getränkefachmarkt oder am POS im Supermarkt – Verpackungsdesign für Food und Getränke ist heute weit mehr als reine Hülle. Es ist Markenbotschafter, Kaufanreiz und Differenzierungsmerkmal zugleich. Im stark umkämpften Wettbewerb entscheiden ein hoher Appetite Appeal, eine überzeugende Produktinszenierung und eine klare Sortenstruktur über den Markterfolg. JUSTBLUE kombiniert strategisches Know-how mit gestalterischer Exzellenz – von ikonischen Flaschendesigns für Bier- und Wassermarken bis hin zu modernen Food-Verpackungen mit starker Markenwirkung. Unsere langjährige Erfahrung im Verpackungsdesign Food und Verpackungsdesign Getränke macht uns zu einem verlässlichen Partner für alle, die ihren Produkten ein unverwechselbares Gesicht geben möchten.

Unsere Referenzen

Design ist ein wirkungsvolles Tool im modernen Marketing-Mix. Doch was macht gutes Design aus – und wie lässt es sich von schlechtem unterscheiden? Obwohl Design längst im wirtschaftlichen Kontext angekommen ist, fehlt es noch immer an klaren Standards zur Bewertung. Entsprechend unterschiedlich werden Gestaltungsergebnisse entwickelt, interpretiert und beurteilt.

Dabei ist es durchaus möglich, Design systematisch und objektiv zu bewerten – gerade wenn das Ziel darin besteht, die Nachfrage und letztlich den Abverkauf eines Produkts zu steigern. Eine durchdachte Strategie sorgt dafür, dass alle Anforderungen an ein gutes Design berücksichtigt werden. Denn gerade bei erfolgreichen Produkten kann eine willkürliche Designänderung riskant sein. Umgekehrt kann gutes Design die Grundlage für nachhaltigen Markenerfolg legen.

Design ist weit mehr als dekorative Verpackung. Doch weil es eine relativ junge Disziplin ist, fehlen in Ausbildung und Praxis oft klare Standards. Der Begriff „Design“ wird entsprechend unterschiedlich genutzt – vom oberflächlichen Verständnis im Sinne von „Home Design“ oder „Nageldesign“ bis hin zu strategischem Prozessdesign.

Was gutes Design ausmacht, lässt sich jedoch klar benennen: Es erfüllt eine Funktion, kommuniziert Werte, differenziert Produkte vom Wettbewerb und beeinflusst die Kaufentscheidung. Design darf nicht zum Selbstzweck verkommen, sondern muss auf ein konkretes Ziel einzahlen.

Im Bereich der Fast Moving Consumer Goods (FMCG) spielt Packagingdesign eine zentrale Rolle. Es ist oft der erste Berührungspunkt zwischen Produkt und Konsument. Und da bis zu 70 % der Kaufentscheidungen am Regal getroffen werden, ist die visuelle Gestaltung ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Innerhalb des Marketing-Mix übernimmt das Packagingdesign die Rolle des stillen Verkäufers und verbindet Produktpolitik mit Kommunikationsstrategie direkt am Point of Sale.

Ein gutes Packagingdesign…

  • vermittelt Markenidentität,
  • schafft Vertrauen,
  • erzeugt Impact am Point of Sale (POS),
  • und führt im besten Fall zu einer unmittelbaren Kaufentscheidung.

Um zu einem effektiv wirksamen Packagingdesign zu kommen, ist es wichtig, strategisch vorzugehen. Nur so kann man sich professionell von persönlichen, geschmäcklerischen und damit wenig zielführenden Designbeurteilungen distanzieren und zu nachvollziehbaren Entscheidungen im Designprozess kommen. Alles beginnt mit dem Briefing.

Nur wenn hier die Aufgabenstellung klar formuliert ist, sind die Grundlagen geschaffen, Ergebnisse objektiv zu bewerten und „Bauchentscheidungen“ zu vermeiden. So gesehen ist dann eine Designaufgabe der Mathematik näher als der freien Kunst.

In einem Designbriefing müssen die folgenden vier Informationen enthalten sein:

1. Wofür steht das Produkt? Was will es mir sagen?

Zentral ist das Produktkonzept: Ausgehend von einem für den Nutzer relevanten Produktnutzen wird ein Konzept formuliert. Klassisch fällt diese Aufgabe in den Bereich des Marketings. Verfügt ein kleinerer Mittelständler nicht über die entsprechenden Ressourcen, kann die Designagentur behilflich sein, wenn sie entsprechend aufgestellt ist. In einem Workshop beispielsweise kann die Positionierung des Produkts oder der Marke geschärft werden. Mit diesem Teil des Briefings muss der Designagentur ein klares Ziel vorgegeben werden, welche Assoziationen das Packagingdesign beim Verbraucher auslösen soll. Später sollte es Bestandteil der Präsentation sein, bei jeder Designalternative herzuleiten, warum das jeweilige Design das Potenzial hat, eben jene Assoziationen auszulösen. Dies kann im Zusammenhang mit dem Aufzeigen gelernter visueller Codes für bestimmte Werte erfolgen.

2. Unternehmensstrategie berücksichtigen: 

Gutes Design denkt in die Zukunft: Wenn Sortimentserweiterungen geplant sind, sollte die Verpackungsgestaltung von Anfang an modular und erweiterbar konzipiert sein. Auch Relaunches müssen mit Bedacht durchgeführt werden – besonders, wenn das aktuelle Design zum Markterfolg beigetragen hat.

3. Mit Veränderungen gewinnen oder Verluste riskieren: 

Eine zentrale Frage bei jeder Designaufgabe im Verpackungsdesign ist, ob es sich um einen Produktlaunch (Neueinführung) oder einen Relaunch (Überarbeitung eines bestehenden Produkts) handelt. Besonders beim Relaunch erfolgreicher Produkte ist entscheidend zu analysieren, ob der bisherige Markterfolg dem bestehenden Design zu verdanken ist – oder ob das Produkt trotz seines Designs gut performt.

4. Mit Kategoriecodes notwendige Kompetenz vermitteln:

Ein erfolgreiches Packagingdesign orientiert sich an den gelernten Kategoriecodes – also an visuellen Mustern und Farben, die Verbraucher mit bestimmten Produktkategorien verbinden. Diese Sehgewohnheiten haben sich meist über Jahre etabliert. So galt Silber bei Haarsprays lange als Symbol für starken Halt. Heute dominieren buntere Verpackungen, weil „Halt“ als selbstverständlich gilt und Aspekte wie Kreativität und Individualität wichtiger wurden.

Ein weiteres Kriterium dafür, was gutes Design ausmacht, ist seine Zukunftssicherheit. Zwischen Designentwicklung und Produkteinführung liegen oft mehrere Jahre – in dieser Zeit verändern sich Sehgewohnheiten. Wer heute gestaltet, muss schon morgen mitdenken. Aktuelle Designtrends und Zielgruppenwandel sollten frühzeitig berücksichtigt werden, um ein „visuell gealtertes“ Design zu vermeiden.

Gutes Design muss auffallen – besonders am POS. Farben, Kontraste, Typografie und Formgebung entscheiden darüber, ob ein Produkt ins Auge fällt. Simulierte Regaltests helfen dabei, den Impact verschiedener Designvarianten zu bewerten und die beste Option auszuwählen.

Unser Design für Labello: Deutliche Impactsteigerung im Shelf

Ein starkes Packagingdesign braucht eine starke Marke. Sie bietet Orientierung, schafft Vertrauen und fungiert als Anker für Produkterweiterungen. Bekannte Marken wie NIVEA oder Milka sind gute Beispiele dafür, wie sich eine visuelle Markenidee erfolgreich auf neue Kategorien übertragen lässt.

Auch unser dmBio Design sorgt mit impactstarkem Logo und einer klaren Designarchitektur für viel Impact und unendliche Line-Extension- und Brand-Diversification-Optionen.

Große Marken benötigen klare Hierarchien – sowohl innerhalb des Sortiments als auch im Design. Die Verpackung muss deutlich kommunizieren, ob es sich um ein neues Produkt, eine Submarke oder eine limitierte Edition handelt. Eine durchdachte Designarchitektur sorgt für Übersicht und Wiedererkennbarkeit.

Unser Relaunch-Design für Hidrofugal überzeugt durch klare Strukturen und sorgt für beste Consumer-Orientierung.

Subjektive Geschmäcker sollten bei der Designbewertung keine Rolle spielen. Stattdessen braucht es klare Bewertungskriterien:

  • Welche Ziele wurden definiert?
  • Wie gut erfüllt das Design diese Ziele?
  • Welche Wirkung erzielt es beim Verbraucher?

Nur wenn Design strategisch entwickelt und systematisch geprüft wird, lässt sich die Qualität objektiv messen und bewerten.

Gutes Design ist strategisch, funktional und zukunftsfähig. Es orientiert sich an klaren Zielen, kommuniziert präzise und spricht den Konsumenten emotional wie rational an. Vor allem aber ist es kein Zufallsprodukt – sondern das Ergebnis eines durchdachten, strukturierten Prozesses. Wer verstehen will, was gutes Design ausmacht, muss Design nicht als Kunst, sondern als strategisches Werkzeug begreifen – mit messbarem Einfluss auf Markenwahrnehmung, Kaufentscheidungen und Markterfolg.

Unsere Referenzen

Bis vor wenigen Jahren wurde dem Design verschreibungspflichtiger Produkte wenig Beachtung geschenkt. Der Fokus lag auf Funktionalität und Hygiene. Mit dem Aufkommen generischer Präparate – also Nachahmermedikamente, die den gleichen Wirkstoff wie das Originalpräparat enthalten, aber meist günstiger sind – und emanzipierter Patienten hat sich dies jedoch geändert. Der First Moment of Truth (FMOT), also der erste entscheidende Moment, in dem der Kunde mit dem Produkt in Kontakt kommt und eine Kaufentscheidung trifft, findet nun oft am Apothekentresen statt, wodurch die Verpackung an Bedeutung gewinnt.

Für ethische Produkte war das Design bisher minimalistisch: hoher Weißanteil, klare Typografie, gut sichtbares Markenlogo und Produktname. Die Konkurrenz durch Generika hat jedoch dazu geführt, dass auch diese Verpackungen nun stärker auf Aufmerksamkeit und Markenpräsenz setzen müssen. Hier steht die Herausforderung für Designagenturen: Sie müssen medizinische Expertise und Vertrauen mit einer ansprechenden, auffälligen Gestaltung vereinen.

OTC-Produkte müssen sich im Apothekenregal gegen zahlreiche andere Produkte durchsetzen. Hier spielt das Verpackungsdesign eine entscheidende Rolle. Es muss sowohl Aufmerksamkeit erregen als auch Seriosität vermitteln. Eine zu medizinische Anmutung kann den Kunden verunsichern, eine zu emotionale Gestaltung jedoch auch.

Durch einheitliches Design einer Produktreihe oder eines gesamten Sortiments kann viel Aufmerksamkeit erzielt werden. Dies hilft, die Marke klar vom Wettbewerb abzuheben und schafft Vertrauen beim Kunden.

Ein Packaging Design Relaunch zielt darauf ab, die Aufmerksamkeit zu erhöhen und neue Kunden zu gewinnen, ohne Stammkunden zu verlieren. Ein erfolgreicher Relaunch behält die Wiedererkennbarkeit bei und vermittelt gleichzeitig Modernität und Wertigkeit. Beispiele wie Aspirin und Wick zeigen, wie dies erfolgreich umgesetzt werden kann.

Unsere Expertise konnten wir beim Relaunch der Marke Hansaplast unter Beweis stellen. Ziel war es, die Marke zu modernisieren und mehr Wertigkeit und Kompetenz zu vermitteln, ohne die Wiedererkennbarkeit zu verlieren. Auch die Überarbeitung der „Foot Expert“-Reihe und der ABC-Wärmepflaster gehören zu unseren erfolgreichen Projekten.

Dass dieser Ansatz bei unseren Kund:innen auf große Resonanz stößt, zeigt das Feedback von Beiersdorf:

„Our team is very happy and excited as every day we find the trends from the magazines which include exactly what we have for our coloured plasters. Your trend analysis was more than precise! Thank you!“
Janice Hyungyoon Han
International Junior Category Manager, Beiersdorf

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel wächst rasant, und damit steigt auch die Bedeutung des Packaging Designs. Hier ist eine Balance zwischen medizinischer Seriosität und lebendiger, auffälliger Gestaltung gefragt. Unsere Arbeiten für LR Health & Beauty Systems zeigen, wie kreative Designs mit klarer Benefit-Kommunikation erfolgreich umgesetzt werden können.

3D Packaging Design ist weit mehr als Ästhetik – es ist Markenführung in Form gegossen. Ob Kosmetik, FMCG oder Getränke: Wir gestalten Verpackungslösungen, die Wirkung zeigen – im Regal, in der Hand und im Kopf der Zielgruppe.

Unsere Expertise im 3D Packaging Design

Unsere Wurzeln liegen im Flakondesign – hier zählt jedes Detail: Glas als Werkstoff, Form als Ausdruck von Markenwerten. Diese Erfahrung im konzeptionellen Gestalten übertragen wir heute auf unterschiedlichste Verpackungslösungen – von hochwertigen Glasflakons bis zu Kunststoffflaschen für den Massenmarkt.

Während bei Flakons das Design gezielt bestimmte Werte kommunizieren muss, gelten bei PP-, HDPE- oder PET-Flaschen zusätzliche Anforderungen. Im 3D Packaging Design für FMCG-Produkte spielen Konsistenz, Wiedererkennbarkeit und die Einhaltung von Kategorie-Codes eine zentrale Rolle – denn eine Duschgelflasche darf nicht aussehen wie ein Shampoo oder ein Haushaltsreiniger.

Doch neben dem visuellen Code ist auch die ergonomische Funktion entscheidend: Verpackungen müssen gut in der Hand liegen, beim Öffnen stabil bleiben und sich auf unterschiedlichen Abfülllinien bewähren. Ob Deoroller, Aerosol oder PET-Flasche – Form folgt Funktion, aber immer mit Blick auf die Marke.

Gleichzeitig berücksichtigen wir aktuelle Trends im 3D Packaging Design, etwa beim Thema Nachhaltigkeit, Materialeinsatz oder Markenästhetik.

Weitere zentrale Bewertungskriterien:

  • Size Impression: Wie groß wirkt das Produkt im Regal?
  • Labelgröße & -position: Wie viel Raum erhält das Branding?
  • Standfestigkeit & Befüllbarkeit: Auch bei Produktion auf internationalen Linien
  • Kappengröße & -material: Im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit und Kosten

Nur wenn diese Aspekte im richtigen Verhältnis zueinander stehen und sinnvoll priorisiert werden, kann ein Design wirtschaftlich und gestalterisch überzeugen.

Unsere Referenzen